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9.8 – 15.8.2021 geöffnet ab 16:00 Uhr

Diese Woche zeigen wir täglich ab ca. 20:30 den Kurzfilm HAPPY END von Peter Tscherkassky.

1978 machte Peter Tscherkassky erstmals Bekanntschaft mit dem avantgardistischen Filmschaffen, als er eine fünftägige Lecture-Serie von P. Adams Sitney im Österreichischen Filmmuseum besuchte.

Im Dezember 1979 drehte er seinen ersten Kurzfilm „Kreuzritter“ auf Super 8 – eine unter Experimentalfilmschaffenden lange Zeit sehr beliebte Filmausrüstung.

1984 begann Tscherkassky, als Kurator zu arbeiten: Er präsentierte im Rahmen der Ausstellung „Kometen.Folge.Lawinen.Orte“ der Galerie Thaddaeus Ropac zunächst das Programm „überBlick – Super-8-Filme aus Österreich“.

Anschließend kehrte er von Berlin nach Wien zurück, wo er u. a. mit Eva Schlegel, Heimo Zobernig, Gudrun Bielz, Helmut Rainer und Helmut Mark die „UFVA – Unabhängiger Film & Video Austria“ gründete.

In der Folge kuratierte er weitere Programme und Retrospektiven zum österreichischen Avantgardefilm in Deutschland, Schweden, der CSSR, Polen, Ungarn, etc.

1986 promovierte er zum Dr. phil. Seine Dissertation „Film + Kunst: Zu einer kritischen Ästhetik der Kinematografie“ schrieb er am Institut für Philosophie in Wien. Langjährige Lehrtätigkeiten an der Kunsthochschule Linz und an der Universität für angewandte Kunst, Wien.

1993 und 1994 wurde er von Kunstminister Rudolf Scholten zum künstlerischen Leiter des neu gegründeten Festivals des österreichischen Films, der Diagonale, bestellt.

Peter Tscherkasskys Arbeiten finden international große Beachtung. Seine Dunkelkammerfilme „Outer Space“ (1999, 10’), „Dream Work“ (2001, 12’) und „Instructions for a Light and Sound Machi-ne“ (2005, 17’) wurden weltweit auf über 90 Festivals gezeigt; darunter waren Erstaufführungen beim Festival von Cannes und dem New York Film Festival. Mit bislang über 50 Preisen und Auszeichnungen – u.a. dem Golden Gate Award San Francisco und dem Großen Preis von Oberhausen – zählen Tscherkasskys Arbeiten zu den meistprämierten der Kunstfilmgeschichte. Ad personam wurde ihm 2019 des Golden Verdienstkreuzes der Stadt Wien verliehen.

Zahlreiche renommierte Museen und Cinematheken, darunter das Centre Pompidou, die Cinémathèque française und die Sammlung der Harvard University, haben seine Filme angekauft.